E-Mail aus Shanghai – 7

wj_monika_andreas_shanghaiHallo Ihr Lieben,

Deutschland hat die Qualifikation für die Fussball-Weltmeisterschaft 2010 geschafft- klasse. Wir haben das Spiel nicht gesehen, war vielleicht auch besser so. Aber wir stehen ja auf jeden Fall hinter der deutschen Mannschaft und dann ist einfach das Ergebnis entscheidend: Also, auf nach Südafrika….

Auch hier ist inzwischen wieder viel passiert: An einem Sonntagmittag waren wir bei einer chinesischen Familie zum Essen eingeladen. Wir waren ja schon sehr gespannt, was uns erwarten würde. Wir stellten uns einfach alles vor: Von ganz ärmlichen Verhältnissen bis zu einer superreichen Familie. Die Wahrheit lag wie so oft irgendwo dazwischen. Wir würden sagen eine mittelständische Familie mit Hund in einer Appartementwohnung. Es standen ungefähr 25 Schüsselchen auf dem Tisch mit Shrimps, Hühnchen, Pilzen, Süßkartoffeln, gebratenem Reis, Bohnen, Kürbis, Tofu mit Bohnen und vielem mehr. Es hat richtig lecker geschmeckt. Aber Andreas hatte im Vorfeld darauf hingewiesen, dass wir europäisches Essen gewohnt sind. Also wurden gewisse chinesische Spezialitäten nicht aufgetischt – Bekannte hatten schon Schweinelunge, Hühnerfüße oder Entenblut auf dem Tisch.

Dann waren wir in einem der vielen Möbelhäuser in Shanghai – für jeden Geschmack von modern bis chinesisch antik. Die chinesischen Möbel sehen zwar toll aus, aber zu Hause haben wir doch lieber modernen westlichen Stil. Mit dem Hintergedanken, eine kleine Couch und zwei bequeme Sessel zu kaufen, gingen wir also in Shanghais größtes Möbelhaus. Die modernen Abteilungen hatten tolle Möbel, waren aber meist nicht ganz unsere Preisklasse. Aber das Beste kam im obersten Stockwerk: Die Bayern waren sicher schon mal hier, um sich Ideen für die Einrichtung von Neuschwanstein zu holen. Der absolute Hammer: Kronleuchter, Sofas mit bunten Stoffen, Schnörkeln und goldfarbenen Armlehnen – und das ein ganzes Stockwerk voll. Tim fand es dort sehr schön. Wir sind dann aber doch wieder zu unserem “Lieblingsschweden” gefahren und haben uns Lofta gekauft.

Tim hat inzwischen Kong Fu angefangen. Es macht ihm riesigen Spaß. Wir sollten mit ihm wohl demnächst mal sprechen, dass dies nicht als Angriffssport gegen Eltern zu sehen ist – Ansonsten werden wir den Gegenkurs belegen.

Anfang Oktober war hier das Mondfest. Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen. Neben “Chinese New Year” ist es das wichtigste Fest im Jahr. Dann haben auch die Chinesen eine Woche Urlaub – eine von dreien. Die Spezialität sind Mondkuchen, kleine Kuchen mit tausend verschiedenen Füllungen, die es in sich haben. Einen kleinen Kuchen in der Größe eines Lebkuchens und man ist satt. Die Füllungen sind von süß bis salzig – je nach Geschmack. Die Zeit der Ferien haben auch wir genutzt. Wir haben einen kleinen 4-tägigen Abstecher nach Hongkong gemacht. Es ist schon faszinierend, wie viele Dinge hier in China für uns Normalität geworden sind. Trotzdem sind die Hochhäuser und das wuslige Leben von Millionen von Menschen sehr faszinierend. Tim hat am besten das Disneyland gefallen – bei 30 Grad waren die klimatisierten Kino- und Theaterräume auch sehr angenehm.

Und zum Schluss noch eine kleine nette Geschichte: In Hongkong hatte sich Andreas “Mon Cheri” gekauft. Er hat mir dann auch eines angeboten. Ich hatte mich schon gewundert, weil er doch weiß, dass ich diese wegen des Alkohols nicht mag. Der Clou: Außen stand “Mon Cheri” – Hazelnut Chocolates und innen drin waren: Ferrero Küsschen. Man muss einfach auf alles gefasst sein. In diesem Sinne – ich muss mich jetzt um meine Gäste kümmern. Mein Bruder Josef ist gestern mit seiner Freundin Tanja angekommen. Also ist Sightseeing angesagt. Ich werde wieder berichten…

Euch alles Gute und ich hoffe, Ihr friert nicht zu sehr in Deutschland – wir haben Gott sei Dank noch 20-24 Grad.

Herzliche Grüße Monika, Andreas und Tim




Wir werden unterstützt von:

Vielen Dank Radio BOB!
 

Die nächsten Termine

Nützliches


http://jci.cc/http://www.giessen-friedberg.ihk.de/http://www.wj-hessen.de/
Anmelden